Die vom Bundesministerium angekündigte Neuordnung des Arzneimittelmarktes zum 1. August 2010 entpuppt sich nach Ansicht des BPI bei genauem Hinsehen als Wiederholung verfehlter Politik von Zwangsmaßnahmen.
Erhöhte Herstellerabschläge und ein mehr als dreijähriges Preismoratorium unter dem Titel „Neuordnung“ laufen zu lassen, sei eine Bankrotterklärung des eigenen im Koalitionsvertrag formulierten Anspruchs.
„Alle Grundüberlegungen zu einer tatsächlichen Veränderung des Marktes befinden sich noch in einem frühen Stadium der Gesetzgebung und werden erst in der zweiten Jahreshälfte im parlamentarischen Verfahren diskutiert. Was jetzt zum 1. August umgesetzt wird, ist nichts anderes als ein verspätetes Vorschaltgesetz mit altbekannten falschen Maßnahmen, die einseitig die pharmazeutische Industrie belasten", erklärte Henning Fahrenkamp, Hauptgeschäftsführer des BPI. (ssch)