Die gesundheitspolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Ulrike Flach, besuchte die Noweda in Essen. Bei einer Besichtigung des Großhandelsbetriebes konnte sie sich von den vielfältigen Aufgaben in der Arzneimitteldistribution überzeugen.
In einer anschließenden Diskussionsrunde informierte Wilfried Hollmann, Vorstandsvorsitzender der Noweda, über Sachzusammenhänge auf der Großhandels- und Apothekenebene. Er wies ausdrücklich darauf hin, dass die vom Bundesministerium geplante Änderung der Arzneimittelpreisverordnung keine leistungsgerechte Vergütung für den Großhandel darstelle und für die Branche nicht hinnehmbar sei.
Anhand der Daten „Ertragslage des Großhandels und der Apotheken“ wurde verdeutlicht, dass die für die GKV geplante Einsparung in Höhe von 350 Millionen Euro nicht umsetzbar sei. Zum einen könne der Großhandel die angedachte Belastung in Höhe von 175 Millionen Euro nicht tragen, da der Jahresgewinn der gesamten Branche deutlich unterhalb des Wertes liege. Zum anderen könnten Apotheken mögliche Einbußen in Höhe von 350 Millionen Euro bzw. in Höhe von bis zu 25.000 Euro je Apotheke ökonomisch nicht verkraften. Zahlreiche Apotheken würden, sollte das Bundesministerium seine Planungen umsetzen, von Staats wegen in die Existenznot und ggf. in die Insolvenz getrieben.
Ulrike Flach sagte zu, die Thematik auf der in Kürze anstehenden Klausurtagung mit dem Ministerium und den Koalitionspartnern in Berlin noch einmal anzusprechen.
(ssch)