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Branchen-News


19. Dezember 2011

CC Pharma tritt aus VAD aus

Wie der Verband der Arzneimittel-Importeure Deutschlands e.V. (VAD) mitteilt, hat er vom Mitgliedsunternehmen CC Pharma GmbH die fristlose Kündigung erhalten. Der VAD begrüßt den Austritt von CC Pharma mit sofortiger Wirkung. Das Unternehmen kommt laut VAD mit der Kündigung einem Ausschluss aus  dem Verband zuvor, der Thema einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 9. Januar 2012 gewesen wäre. Hintergrund sind einzelne Geschäftspraktiken der CC Pharma, die gegen die allgemeinen Grundsätze der Arzneimittelimporteure Deutschlands verstoßen. Zu den Grundsätzen des Arzneimittelimports und damit aller VAD Mitglieder in Deutschland gehört, dass importierte Arzneimittel für die Krankenkassen zu Einsparungen führen sollen und deshalb günstiger sein müssen als die Originalpräparate. Das drückt sich auch in § 129 SGB V aus, wonach Apotheken verpflichtet sind, Importarzneimittel abzugeben, wenn diese unter Berücksichtigung aller zu gewährenden gesetzlichen Abschläge 15 Prozent oder mindestens 15 Euro günstiger sind als die Originalarzneimittel. Wie der Verband mitteilt, ist CC Pharma diesem fundamentalen Kernwert aller VAD Mitglieder nicht länger gefolgt. So bietet das Unternehmen Importarzneimittel an, die nach ihrem in der Apothekensoftware hinterlegten Verkaufspreis der Apotheke günstiger erscheinen als das Original, tatsächlich für die Krankenkasse aber teurer sind. Somit sei das eigentliche Ziel und der Sinn von Importarzneimitteln, nämlich Einsparungen zu erzielen, konterkariert. Geschädigt werden laut VAD ebenfalls die abgebenden Apotheken, die nichts ahnend und unverschuldet einem erhöhten Risiko der Retaxierung ausgesetzt werden. Damit ist CC Pharma für den VAD als Mitgliedsunternehmen nicht länger tragbar.